Kaufmann/-frau für Büromanagement

CJD Altensteig
Meisenweg, 1
72213 Altensteig

Stellenbeschreibung

Kaufleute für Büromanagement führen organisatorische und kaufmännisch verwaltende Tätigkeiten aus. Sie erledigen z.B. den Schriftverkehr, entwerfen Präsentationen, beschaffen Büromaterial, planen und überwachen Termine, bereiten Sitzungen vor und organisieren Dienstreisen. Auch unterstützen sie die Personaleinsatzplanung und kaufen externe Dienstleistungen ein. Zudem betreuen sie Kunden, wirken an der Auftragsabwicklung mit, schreiben Rechnungen und überwachen Zahlungseingänge. Im öffentlichen Dienst unterstützen sie Bürger/innen z.B. bei der Antragstellung, klären Anliegen und Zuständigkeiten und wirken an der Aufstellung des Haushalts oder Wirtschaftsplanes mit.

Kaufleute für Büromanagement finden Beschäftigung in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, der öffentlichen Verwaltung, bei Verbänden, Organisationen und Interessenvertretungen.

Kaufleute für Büromanagement arbeiten in erster Linie in Büro und in Besprechungsräumen.

Gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den
Pflichtqualifikationen sind:
1. Büroprozesse:
1.1 Informationsmanagement,
1.2 Informationsverarbeitung,
1.3 bürowirtschaftliche Abläufe,
1.4 Koordinations- und Organisationsaufgaben;
2. Geschäftsprozesse:
2.1 Kundenbeziehungen,
2.2 Auftragsbearbeitung und -nachbereitung,
2.3 Beschaffung von Material und externen Dienstleistungen,
2.4 personalbezogene Aufgaben,
2.5 kaufmännische Steuerung.
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Wahlqualifikationen
sind:
1. Auftragssteuerung und -koordination:
1.1 Auftragsinitiierung,
1.2 Auftragsabwicklung,
1.3 Auftragsabschluss,
1.4 Auftragsnachbereitung;
2. kaufmännische Steuerung und Kontrolle:
2.1 Finanzbuchhaltung,
2.2 Kosten- und Leistungsrechnung,
2.3 Controlling;
3. kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen:
3.1 laufende Buchführung,
3.2 Entgeltabrechnung,
3.3 betriebliche Kalkulation,
3.4 betriebliche Auswertungen;
4. Einkauf und Logistik:
4.1 Bedarfsermittlung,
4.2 operativer Einkaufsprozess,
4.3 strategischer Einkaufsprozess,
4.4 Lagerwirtschaft;
5. Marketing und Vertrieb:
5.1 Marketingaktivitäten,
5.2 Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen,
5.3 Kundenbindung und Kundenbetreuung;
6. Personalwirtschaft:
6.1 Personalsachbearbeitung,
6.2 Personalbeschaffung und -entwicklung;
7. Assistenz und Sekretariat:
7.1 Sekretariatsführung,
7.2 Terminkoordination und Korrespondenzbearbeitung,
7.3 Organisation von Reisen und Veranstaltungen;
8. Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement:
8.1 Öffentlichkeitsarbeit,
8.2 Veranstaltungsmanagement;
9. Verwaltung und Recht:
9.1 Kunden- und Bürgerorientierung,
9.2 Rechtsanwendung,
9.3 Verwaltungshandeln;
10. öffentliche Finanzwirtschaft:
10.1 Finanzwesen,
10.2 Haushalts- und Kassenwesen.
Gemeinsame integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
1. Ausbildungsbetrieb:
1.1 Stellung, Rechtsform und Organisationsstruktur,
1.2 Produkt- und Dienstleistungsangebot,
1.3 Berufsbildung,
1.4 arbeits-, sozial-, mitbestimmungsrechtliche und tarif- oder beamtenrechtliche Vorschriften,
1.5 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
1.6 Umweltschutz,
1.7 wirtschaftliches und nachhaltiges Denken und Handeln;
2. Arbeitsorganisation:
2.1 Arbeits- und Selbstorganisation, Organisationsmittel,
2.2 Arbeitsplatzergonomie,
2.3 Datenschutz und Datensicherheit,
2.4 qualitätsorientiertes Handeln in Prozessen;
3. Information, Kommunikation, Kooperation:
3.1 Informationsbeschaffung und Umgang mit Informationen,
3.2 Kommunikation,
3.3 Kooperation und Teamarbeit,
3.4 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben.

Schulfächer:
• Deutsch (z.B. für den Schriftverkehr mit Kunden und Geschäftspartnern)
• Mathematik (z.B. für das Erstellen von Kundenrechnungen)
• Wirtschaft (z.B. für buchhalterische Jahresabschlüsse)


Zielgruppengerechte Methodik und Didaktik
Ziel ist es, die Teilnehmer durch den Einsatz spezieller didaktischer Lernangebote in die Lage zu versetzen, das Maßnahmeziel zu erreichen. Die Angebote werden am Kompetenzansatz ausgerichtet und haben die besondere Situation der Teilnehmer zu berücksichtigen. Es werden Lernsituationen geschaffen, die an den vorhandenen Kenntnissen und Kompetenzen anknüpfen und in denen die Teilnehmer ihre Fähigkeiten erkennen und zur Geltung bringen können. Die zielgruppengerechte Methodik und Didaktik muss sich sowohl auf die Fachtheorie, als auch auf die Fachpraxis beziehen. Es werden verschiedene Methoden, insbesondere Gruppen- und Einzelunterricht, Projekt- und Gruppenarbeit, Arbeitsaufträge, Übungen und Rollenspiele eingesetzt.

Entwicklung und Förderung von Schlüsselkompetenzen
Die Entwicklung und Förderung von Schlüsselkompetenzen als berufsübergreifende Kompetenzen hat eine große Bedeutung, um die Teilnehmer auf die wachsenden Anforderungen z.B. im Bereich der Selbstorganisation und Problemlösung in der Arbeitswelt vorzubereiten. Die Entwicklung von Kompetenzen im Rahmen einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung wird während der gesamten Maßnahme gezielt gefördert.

Insbesondere sollen gefördert werden:
• Persönliche Kompetenzen (z.B. Motivation, Leistungsfähigkeit, Selbsteinschätzung, Selbstsicherheit, Offenheit, Wertehaltung, Empathie)
• Soziale Kompetenzen (z.B. Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit)
• Methodische Kompetenzen (z.B. Problemlösung, Arbeitsorganisation, Lernfähigkeit, Einordnung und Bewertung von Wissen)
• Lebenspraktische Fertigkeiten (z.B. Umgang mit Behörden, Umgang mit Geld, Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Einkauf, Selbstversorgung, Erscheinungsbild, allgemeine Informationen zur Freizeitgestaltung)
• Interkulturelle Kompetenzen (z.B. Verständnis und Toleranz für sowie Umgang mit anderen Kulturen, Traditionen und Religionen)
• IT - und Medienkompetenz (selbständige Anwendung und zielgerichtete Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Printmedien)

Stütz- und Förderunterricht
Der Erwerb von fachtheoretischen, -praktischen und allgemeinbildenden Kenntnissen (hier insbesondere Deutsch und Mathematik) wird durch den Einsatz von Stütz- und Förderunterricht abgesichert. Die Teilnehmer werden durch gezielte Aktivitäten auf die jeweilige Zwischen-, Teil- bzw. Abschlussprüfung vorbereitet. Neben der fachlichen Vorbereitung wird auch ein spezielles Training im Umgang mit Prüfungsstress, Prüfungsangst und Prüfungsdruck durchgeführt.

Stützunterricht: Den Teilnehmern werden die zur Ausbildung erforderlichen fachtheoretischen, praktischen und allgemein- bildenden Inhalte zielgruppen- und voraussetzungsgerecht vermittelt bzw. deren Vermittlung unterstützt und stabilisiert. Der Stützunterricht wird kontinuierlich für alle Auszubildenden eingesetzt und auf die im Berufsschulunterricht vermittelten Unterrichtsinhalte abgestimmt.

Förderunterricht: Im Rahmen des Förderunterrichts werden den Teilnehmern neue Lerntechniken eröffnet. Dabei werden Inhalte und Zusammenhänge aufgezeigt, verdeutlicht und dauerhaft in das Wissens- und Handlungspotential übernommen. Der Förderunterricht wird individuell eingesetzt. Er wird an den Fähigkeiten und dem individuellen Entwicklungspotential des Teilnehmers angepasst.

Sozialpädagogische Begleitung
Ziel der sozialpädagogischen Begleitung ist die nachhaltige Stabilisierung des Teilnehmers, um die dauer- hafte Eingliederung zu erreichen. Sie fördert die beruflichen, sowie sozialen Handlungskompetenzen und unterstützt die Entwicklung des Teilnehmers in Bezug auf die Anforderungen der Arbeits- und Lebenswelt.

Ausgehend von der Feststellung der persönlichen Fähigkeiten und individuellen Bedürfnissen wird die sozialpädagogische Begleitung bedarfsorientiert und über die gesamte Ausbildungsdauer eingesetzt.

Die sozialpädagogischen Angebote werden auf die Fachpraxis- und Fachtheorie abgestimmt.
Zu den Angeboten gehören insbesondere:
• Krisenintervention
• Konfliktbewältigung
• Alltagshilfen
• entwicklungsfördernde Beratung und Einzelfallhilfe
• Verhaltenstraining
• Informationen zu Suchtprävention
• Unterstützung zum Eigenständigen Handeln
• die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit den an der Ausbildung Beteiligten
• regelmäßige Unterstützungsangebote für die Betriebe, in denen die betrieblichen Ausbildungsphasen stattfinden und für Kooperationsbetriebe bei der Qualifizierung der Teilnehmer
• regelmäßige Sprechstundenangebote
• Hilfestellung bei der Beantragung von Sozialleistungen

Um motivationsbedingte Abbrüche möglichst zu vermeiden, werden bedarfsgerechte Angebote zum Aufbau eines Vertrauensverhältnisses des Teilnehmers zum Personal (insbesondere zum Sozialpädagogen) sowie zur Motivation der Teilnehmer unterbreitet. Hierbei wird, während der Probezeit grundsätzlich mit allen Teilnehmern eine verpflichtende, gemeinsame Freizeit mit einer Dauer von vier Tagen durchgeführt werden.

Individuelle Förderplanung
Ziel der individuellen Förderplanung ist die Steuerung des individuellen Maßnahmeverlaufes und die Absicherung des Maßnahmeerfolges.

Die systematische Förderplanung ist die Grundlage für eine zielgerichtete Unterstützung der Teilnehmer. Sie baut auf den zu erhebenden Informationen über den Teilnehmer hinsichtlich seiner schulischen Erfahrungen, des bisherigen persönlichen - und beruflichen Werdegangs, seines sozialen Umfeldes, seiner Kompetenzen und Defizite, sowie weiteren für den Prozess wichtigen Kompetenzen (wie z.B. die individuelle Ausprägung der Schlüsselkompetenzen) auf.

Eingliederung:
Die Teilnehmer werden beim Erreichen des Ziels eines möglichst frühzeitigen Übergangs in eine betriebliche Ausbildung, beziehungsweise nach Abschluss der außerbetrieblichen Ausbildung bei der Eingliederung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung wie folgt unterstützt:
• Aktives Bewerbungstraining (dabei grundsätzlich Verhaltensregeln, Körpersprache, Kommunikationstraining)
• Unterstützung von eigenständigen Bewerbungen per Telefon/Briefpost/Internet/E-Mail
• Einüben der aktuellen Standards zur Erstellung von schriftlichen Bewerbungsunterlagen
• Unterstützung bei der Erstellung von vollständigen, individuellen Bewerbungsunterlagen mit jedem Teilnehmer, so dass er diese selbst je nach Stellenangebot anpassen kann.

Zielgruppe:

Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischer Beeinträchtigung oder Behinderung, Lernbehinderung, Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung sowie sozialer Benachteiligung. Junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Details zur Ausbildung

Beginn: Beginn nach Absprache
Beruf: Bankkaufmann/-frau
Mindestabschluss:
Arbeitsort: 72213 Altensteig
Freie Plätze: 6

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