Metallfeinbearbeiter/-in

CJD Altensteig
Meisenweg, 1
72213 Altensteig

Stellenbeschreibung

Metallfeinbearbeiter/-innen fertigen und bearbeiten Werkstücke. Mit Zeichnungen und technischen Unterlagen informieren sie sich über Anzahl und Eigenschaften der benötigten Teile. Sie fertigen zum Beispiel aus Blechen, Rohren und Stangen Werkstücke. Dabei arbeiten Metallfeinbearbeiter/innen mit Werkzeugen wie Sägen, Feilen und Biegegeräten oder mit teilweise computergesteuerten Bohr, Fräs, Dreh-und Schleifmaschinen. Sie sägen zum Beispiel Aussparungen aus, messen Bohrungen aus und fertigen diese an oder schneiden Gewinde. Metallfeinbearbeiter/innen prüfen Maße, Winkel und Oberflächen der fertigen Werkstücke. Schließlich richten sie die Teile für Baugruppen, Maschinen oder Geräte ein.

Metallfeinbearbeiter/-innen finden Beschäftigung z.B. in Betrieben der Metallindustrie und in Handwerksbetrieben im Bereich Feinwerktechnik.

Metallfeinbearbeiter/-innen arbeiten in erster Linie in Werkstätten und in Maschinenhallen.

Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1. Planen und Steuern von Arbeitsabläufen; Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse
2. Prüfen und Messen
3. Fügen
4. Manuelles Spanen und Umformen
5. Maschinelles Bearbeiten
6. Manuelles und maschinelles Umformen von Blechen und Profilen
7. Schweißen, thermisches Trennen
8. Warten von Betriebsmitteln
9. Elektrotechnik
10. Behandeln und Schützen von Oberflächen
11. Transportieren von Bauteilen und Baugruppen
12. Demontieren und Montieren von Bauteilen und Baugruppen
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung
Konstruktionstechnik:
1. Betriebliche und technische Kommunikation
2. Prüfen und Messen
3. Fügen
4. Montieren von hydraulischen, pneumatischen und elektrotechnischen Bauteilen
5. Maschinelles Bearbeiten
6. Einhalten der Arbeitssicherheit an Arbeitsplätzen von Baustellen
7. Herstellen von Metall- oder Stahlbaukonstruktionen
8. Herstellen und Befestigen von Bauteilen und Bauelementen an Bauwerken
9. Montieren und Demontieren von Metall oder Stahlbaukonstruktionen
10. Montieren von Systemen
11. Instandhalten von Systemen des Metall oder Stahlbaues
Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
4. Umweltschutz
5. Betriebliche und technische Kommunikation
6. Qualitätsmanagement

Schulfächer:
•Werken/Technik (z.B. beim Bedienen von Maschinen und manuellen Bearbeiten von Werkstücken)
•Mathematik (z.B. beim Ermitteln von Einstellwerten für Maschinen)


Zielgruppengerechte Methodik und Didaktik:
Ziel ist es, die Teilnehmer durch den Einsatz spezieller didaktischer Lernangebote in die Lage zu versetzen, das Maßnahmeziel zu erreichen. Die Angebote werden am Kompetenzansatz ausgerichtet und haben die besondere Situation der Teilnehmer zu berücksichtigen. Es werden Lernsituationen geschaffen, die an den vorhandenen Kenntnissen und Kompetenzen anknüpfen und in denen die Teilnehmer ihre Fähigkeiten erkennen und zur Geltung bringen können. Die zielgruppengerechte Methodik und Didaktik muss sich sowohl auf die Fachtheorie, als auch auf die Fachpraxis beziehen. Es werden verschiedene Methoden, insbesondere Gruppen- und Einzelunterricht, Projekt- und Gruppenarbeit, Arbeitsaufträge, Übungen und Rollenspiele eingesetzt.

Entwicklung und Förderung von Schlüsselkompetenzen:
Die Entwicklung und Förderung von Schlüsselkompetenzen als berufsübergreifende Kompetenzen hat eine große Bedeutung, um die Teilnehmer auf die wachsenden Anforderungen z.B. im Bereich der Selbstorganisation und Problemlösung in der Arbeitswelt vorzubereiten. Die Entwicklung von Kompetenzen im Rahmen einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung wird während der gesamten Maßnahme gezielt gefördert.

Insbesondere sollen gefördert werden:
• Persönliche Kompetenzen (z.B. Motivation, Leistungsfähigkeit, Selbsteinschätzung, Selbstsicherheit, Offenheit, Wertehaltung, Empathie)
• Soziale Kompetenzen (z.B. Kommunikation, Kooperation/Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit)
• Methodische Kompetenzen (z.B. Problemlösung, Arbeitsorganisation, Lernfähigkeit, Einordnung und Bewertung von Wissen)
• Lebenspraktische Fertigkeiten (z.B. Umgang mit Behörden, Umgang mit Geld, Hygiene, Tagesstruktur, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Einkauf, Selbstversorgung, Erscheinungsbild, allgemeine Informationen zur Freizeitgestaltung)
• Interkulturelle Kompetenzen (z.B. Verständnis und Toleranz für sowie Umgang mit anderen Kulturen, Traditionen und Religionen)
• IT - und Medienkompetenz (selbständige Anwendung und zielgerichtete Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik sowie Printmedien)

Stütz- und Förderunterricht:
Der Erwerb von fachtheoretischen, -praktischen und allgemeinbildenden Kenntnissen (hier insbesondere Deutsch und Mathematik) wird durch den Einsatz von Stütz- und Förderunterricht abgesichert. Die Teilnehmer werden durch gezielte Aktivitäten auf die jeweilige Zwischen-, Teil- bzw. Abschlussprüfung vorbereitet. Neben der fachlichen Vorbereitung wird auch ein spezielles Training im Umgang mit Prüfungsstress, Prüfungsangst und Prüfungsdruck durchgeführt.

Stützunterricht:
Den Teilnehmern werden die zur Ausbildung erforderlichen fachtheoretischen, praktischen und allgemein- bildenden Inhalte zielgruppen- und voraussetzungsgerecht vermittelt bzw. deren Vermittlung unterstützt und stabilisiert. Der Stützunterricht wird kontinuierlich für alle Auszubildenden eingesetzt und auf die im Berufsschulunterricht vermittelten Unterrichtsinhalte abgestimmt.

Förderunterricht:
Im Rahmen des Förderunterrichts werden den Teilnehmern neue Lerntechniken eröffnet. Dabei werden Inhalte und Zusammenhänge aufgezeigt, verdeutlicht und dauerhaft in das Wissens- und Handlungspotential übernommen. Der Förderunterricht wird individuell eingesetzt. Er wird an den Fähigkeiten und dem individuellen Entwicklungspotential des Teilnehmers angepasst.

Sozialpädagogische Begleitung:
Ziel der sozialpädagogischen Begleitung ist die nachhaltige Stabilisierung des Teilnehmers, um die dauer- hafte Eingliederung zu erreichen. Sie fördert die beruflichen, sowie sozialen Handlungskompetenzen und unterstützt die Entwicklung des Teilnehmers in Bezug auf die Anforderungen der Arbeits- und Lebenswelt.

Ausgehend von der Feststellung der persönlichen Fähigkeiten und individuellen Bedürfnissen wird die sozialpädagogische Begleitung bedarfsorientiert und über die gesamte Ausbildungsdauer eingesetzt.

Die sozialpädagogischen Angebote werden auf die Fachpraxis- und Fachtheorie abgestimmt.
Zu den Angeboten gehören insbesondere:
• Krisenintervention
• Konfliktbewältigung
• Alltagshilfen
• entwicklungsfördernde Beratung und Einzelfallhilfe
• Verhaltenstraining
• Informationen zu Suchtprävention
• Unterstützung zum Eigenständigen Handeln
• die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch mit den an der Ausbildung Beteiligten
• regelmäßige Unterstützungsangebote für die Betriebe, in denen die betrieblichen Ausbildungsphasen stattfinden und für Kooperationsbetriebe bei der Qualifizierung der Teilnehmer
• regelmäßige Sprechstundenangebote
• Hilfestellung bei der Beantragung von Sozialleistungen

Um motivationsbedingte Abbrüche möglichst zu vermeiden, werden bedarfsgerechte Angebote zum Aufbau eines Vertrauensverhältnisses des Teilnehmers zum Personal (insbesondere zum Sozialpädagogen) sowie zur Motivation der Teilnehmer unterbreitet. Hierbei wird, während der Probezeit grundsätzlich mit allen Teilnehmern eine verpflichtende, gemeinsame Freizeit mit einer Dauer von vier Tagen durchgeführt werden.

Individuelle Förderplanung:
Ziel der individuellen Förderplanung ist die Steuerung des individuellen Maßnahmeverlaufes und die Absicherung des Maßnahmeerfolges.

Die systematische Förderplanung ist die Grundlage für eine zielgerichtete Unterstützung der Teilnehmer. Sie baut auf den zu erhebenden Informationen über den Teilnehmer hinsichtlich seiner schulischen Erfahrungen, des bisherigen persönlichen - und beruflichen Werdegangs, seines sozialen Umfeldes, seiner Kompetenzen und Defizite, sowie weiteren für den Prozess wichtigen Kompetenzen (wie z.B. die individuelle Ausprägung der Schlüsselkompetenzen) auf.

Eingliederung:
Die Teilnehmer werden beim Erreichen des Ziels eines möglichst frühzeitigen Übergangs in eine betriebliche Ausbildung, beziehungsweise nach Abschluss der außerbetrieblichen Ausbildung bei der Eingliederung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung wie folgt unterstützt:
• Aktives Bewerbungstraining (dabei grundsätzlich Verhaltensregeln, Körpersprache, Kommunikationstraining)
• Unterstützung von eigenständigen Bewerbungen per Telefon/Briefpost/Internet/E-Mail
• Einüben der aktuellen Standards zur Erstellung von schriftlichen Bewerbungsunterlagen
• Unterstützung bei der Erstellung von vollständigen, individuellen Bewerbungsunterlagen mit jedem Teilnehmer, so dass er diese selbst je nach Stellenangebot anpassen kann.

Zielgruppe:

Jugendliche und junge Erwachsene mit psychischer Beeinträchtigung oder Behinderung, Lernbehinderung, Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung sowie sozialer Benachteiligung. Junge Menschen mit Migrationshintergrund.

Details zur Ausbildung

Beginn: Beginn nach Absprache
Beruf: Metallbauer/in
Mindestabschluss:
Arbeitsort: 72213 Altensteig
Freie Plätze: 1

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